Taekwondo: Vollkontakt-German Open 2020 in Hamburg: Max Merfeld schnappt sich Weltranglistenpunkte
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Eine abgedunkelte Halle, dann zählt ein Countdown mit Lichteffekten und Bildern von Zehn herunter und kündigt den Start der Wettkämpfe an. Bei Null geht das Licht an und mit einem Knall beginnen die ersten Kämpfe. Gänsehaut pur. So eine grandiose Stimmung heizt die Kämpfer so richtig an und gibt Kraft und Power.

Mit Kampfnummer 1 begann das Turnier für Max Merfeld in genau diesem perfekten Schauplatz. Seinen ersten Kampf startete Max gegen den amtierenden Deutschen Meister in der Klasse 80 bis 87 -kg. NWTU Coach, Mokada Ounis, konnte ihn vor Beginn schon gut auf die Stärken und Schwächen des erfahrenen Gegners aus Friedrichshafen einstellen. So gelang es ihm nach der ersten Runde mit 5:4 Punkten in die Pause zu gehen. Diesen minimalen Vorsprung konnte er dann in der zweiten Runde halten und ging mit 6:5 Punkten in die dritte Runde.

Um jedoch sicher zu gewinnen musste er im letzten Durchgang nochmal alles geben. Durch jeweils Westen-und Kopftreffer gelang es ihm seinen Vorsprung zu sichern und auch ein ärgerlicher Kopftreffer des Gegners machte ihm den Sieg nicht streitig. Endstand 13:8 Punkte.

Im nächsten Duell traf Max auf Moises Hernandez aus der dominikanischen Republic. Dieser Sportler ist auf der Weltrangliste unter den Top 10 und hatte an diesem Tag die meisten Weltranglistenpunkte dieser Startklasse -80 kg. Mit viel - vielleicht ein bisschen zuviel - Respekt ging Max auf die Matte und kämpfte. Obwohl er in Runde zwei einmal durch starke Westentreffer zu Boden ging, konnte er bis zuletzt dem Gegner Druck machen und standhalten. Mit einem geringen Punktestand von gerade einmal 9:2 Punkten hatte er zwar diesen Kampf gegen den späteren Sieger verloren, aber keine Niederlage eingesteckt.

"Der Gegner war mit der Stärkste gegen den ich je gekämpft habe und es war eine tolle Erfahrung. Da ich einen Kampf gewonnen habe, hab ich Weltranglistenpunkte bekommen. Durch den G2 Status direkt doppelt. So tauche ich auf der Weltranglisten auf, was ich niemals gedacht hätte, da einmal drauf zu stehen. Zweimal täglich Training an fünf Tagen die Woche. Und an diesem Tag hat sich endlich mal alles ausgezahlt."